Hoffnung worauf ?
Gemeinsamkeit, nicht allein sein, Gesellschaft haben, etwas miteinander
unternehmen, mit jemand reden, die Nähe von jemand spüren?
Oder: Für jemand anderes interessant sein, von dem anderen
nicht enttäuscht werden, den Erwartungen des anderen gerecht werden, die
Wünsche des anderen erraten, unbedingt dazu gehören, beachtet zu werden?
Das muß einfach "schief" gehen
Die Erwartungen und Befürchtungen hinter "oder" sind so voller
innerer Ängste, daß man vor Erwartungs- und Leistungsdruck doch überhaupt
keinen anderen Menschen mehr in seine Nähe lassen wird. Bei dem Risiko,
enttäuscht zu werden oder den Erwartungen nicht gerecht zu werden - "mir
tut keiner mehr weh" - lieber bleibe ich allein.
Und dann bleibt man eben allein. Aus. Fertig. Das war´s.
Zurück zu dem einfachen Miteinander
Je länger jemand allein ist, desto höher werden die Ansprüche. Es ist
furchtbar, aber die zwischenzeitlichen Träume und die Angst, in der
"Wartezeit" schon so viel versäumt zu haben, steigern sich bei jedem
potentiellen Partner - egal wofür - so sehr, daß man starr vor Aufregung wird
- und mit Sicherheit falsch reagiert, nicht mehr man selbst ist. Oder?
Also alles etwas einfacher. Ohne Erwartungen - aber mit Hoffnung. Aber keiner
konkreten. Wären die konkreten Vorstellungen und langjährigen Wünsche richtig
und gut, dann wäre man doch nicht allein - es hätte sich ja dann jemand finden
müssen. Oder?
Was tun?
Oh, jetzt wäre ein Patentrezept willkommen. Wo bekomme ich es für wie viel
Geld? Nein, etwas tun muß man schon auf andere Art und Weise - ohne Geld. Das
erste: "Über den eigenen Schatten springen". Es ist doch egal, wenn
man von dem / den anderen nicht gemocht wird - was ist das denn für ein Risiko?
Und wenn etwas absolut schief geht? Na und - morgen ist es vergessen! Es wäre
doch schlimm, wenn man mit all den anderen 5 Milliarden Menschen harmonieren
würde - richtig langweilig. Oder?
Nichts tun!
Wenn ich jetzt schon einplane, daß ich dringend einen Partner für den
nächsten Sommerurlaub benötige - was mache ich dann in dem Urlaub, wenn ich
ihn alleine unternehmen muß?
Trübsinn blasen? Tägliches Selbstmitleid? Den Urlaub streichen?
Wie wäre es, sich auf einen Urlaub zu freuen? Auf einen Urlaub, den man für
sich selbst aussucht, so, wie man es selbst gerne hätte.
Findet man dadurch einen Partner? Wohl weniger, aber man ist freudig und ganz
bei sich selbst. Und man wirkt damit ganz anders auf fremde Menschen - positiv,
natürlich - so, wie man wirklich ist. Und dann "fällt" man auf, mit
positiver Ausstrahlung statt mit "Angst-Schutzmauer" um sich.
Und man geht auch selbst gerne unter Leute ...
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