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Der Spaziergang   

Alleine war ich und doch
war ich umringt, 
umringt von Luft, von Duft,
von Ton und Stille,
von Nichts und Allem
was es gibt in Fülle.
Und eine Hand hielt tröstend meine,
obwohl für jeden der mich sah -
ging ich alleine.

Kraft gab mir diese Hand
die aus dem Nichts da ragte,
ein Kind ward ich,
dem eine Stimme sagte:
"Hab keine Angst,
geh unbekümmert deinen Weg,
es kann Dir nichts passieren,
nur achtsam mußt du sein
und meine Nähe nicht verlieren.

Du bist in allen Dingen frei
und König deines Lebens,
erkennen mußt du nur
den Ur-Sinn deines Strebens.
Setzt du als Krone dir 
die Liebe auf dein Haupt
so ist dir, liebes Kind,
Regentschaft auch erlaubt."
 
Ganz still, um nichts zu überhören
ging ich an dieser Hand
und spürte wie sich Geist mit Geiste
und Kraft mit Kraft verband.
In der Stille hörte ich
die Stimme weitersagen:
"Du bist ein Teil von mir,
ein Funke meines 'Sein',
und in dir soll entflammen
der Funke hell und rein,
er soll zum Lichte werden
durch deiner Taten Kraft,
weil so ein strahlend Licht
noch mehr Verbindung schafft.
Daß ich dich liebe mußt du wissen
und für dich Sorge trage,
jedoch auch liegt's an dir
wie sich gestalten deine Tage.
Dein Geist, ein Teil von meinem,
wird Wahrheit dir auch schenken,
läßt du vertrauensvoll 
von seiner Macht dich lenken.

Wenn ich meine Hand 
aus deiner Hand nun löse,
so wisse, ich bin da,
trotz allem Weltgetöse,
such mich im Gebet
und in der Still',
denn ich bin
der Anfang, der Weg und das Ziel."
(Der Autor ist mir leider nicht bekannt
- kann jemand da weiterhelfen ?)